Weltweiter Markt mit Potential

Container-Leasing für einen wachsenden Markt

Die Ausrüstung eines Schiffs mit Containern ist äußerst kapitalintensiv. Ausgehend von einem historisch durchschnittlichen Containerpreis von rund USD 2.000 für einen 20` Standardcontainer und zwei benötigten Containern pro Stellplatz für eine funktionierende Logistikkette, hätten die Reedereien zusätzliche Kosten für die Anschaffung der Container in Höhe von USD 76 Mio. für ein 19.000 TEU Schiff. Logistikunternehmen und Reedereien sind deshalb zur Deckung ihres Containerbedarfs auf alternative Finanzierungsmöglichkeiten angewiesen. Nach Auffassung von Drewry Maritime Research besteht ein anhaltender Trend zur Anmietung von Containern.

Die Anmietung von Containern statt des eigenen Erwerbs bietet hier die optimale Lösung. Logistikunternehmen und Reedereien sind so in der Lage auf Marktschwankungen flexibel zu reagieren, ihre langfristige Kapitalbindung zu vermindern sowie den Fokus auf das Kerngeschäft zu setzen und ihr Kapital stattdessen in Schiffe, IT-Systeme, Logistikimmobilien und Komponenten der Logistikkette zu investieren.

Lang- und kurzfristige Container-Vermietung

Long Term Lease

Über 80 Prozent der Mietcontainer befinden sich in Langfristmiete ("Long Term Lease" bzw. LTL). Die Verträge haben eine unkündbare Mindestlaufzeit von drei bis acht Jahren. Der Mieter zahlt eine von vornherein festgelegte Miete pro Tag. Die Container können erst nach Ablauf der Mindestlaufzeit in vorher festgelegten Depots zurückgegeben werden.

Master Lease

Nur 11,5% der Container sind in Kurzfristmiete vermietet ("Master Lease" bzw. ML). Bei dieser Vertragsart werden die Container relativ flexibel und kurzfristig vermietet. Die Mindestmietlaufzeit liegt in der Regel bei drei bis zwölf Monaten mit anschließendem täglichen Kündigungsrecht. Die Mieter können auf diese Weise kurzfristig einen erhöhten Containerbedarf decken. Die Mieter haben im Master Lease die Möglichkeit, Container in vorher festgelegten Depots abzuholen und zurückzugeben. Die Flexibilität hat ihren Preis, und die Tagesmiete liegt bei vergleichbaren Containern die nicht nur kurzfristig vermietet sind etwas höher als bei langfristigen Verträgen. Die Container müssen nach Ablauf der Mietlaufzeit in vorher festgelegten Depots zurückgegeben werden.

Container für jeden Verwendungszweck

Container sind simple Behälter aus Stahl, rechteckig, stapelbar und wetterfest. Der Erfolg des Containers liegt in seiner Einfachheit und seiner damit verbundenen Universalität. Container integrieren weltweit nationale Logistiksysteme zu Land und zu Wasser und optimieren so den Warentransport vom Ausgangspunkt bis zum Zielort. Container gibt es in verschiedenen Größen und für unterschiedliche Zwecke: 20´ bzw. 40` Container und 40`HighCube-Container sind sogenannte Standardcontainer. Die ISO-Norm 668 hält die Maße und Gewichte für Container zwischen 5 und 40 Fuß Länge fest. Bei den Containern aus den von der BoxDirect Vermögensanlagen AG finanzierten Containerportfolios handelt es sich üblicherweise um Standardcontainer. Den von der BaFin (Bundesamt für Finanzdienstleistungsaufsicht) gestatteten Verkaufsprospekt können Sie hier einsehen.


Standard-Container aus Stahl: 20' lang und 8'6', hoch, mit gesickten Wänden und Holzboden

Standard-Container aus Stahl: 40' lang und 8'6', hoch, mit gesickten Wänden und Holzboden

Standard-Container aus Stahl: 40' lang und 9'6', hoch, mit gesickten Wänden und Holzboden

Die Erfolgsgeschichte des Containers

Vor der Erfindung des Containers war der Transport von Waren und Gütern aufwändig, langwierig und kostenintensiv. Schüttgüter wurden in Säcke, Fässer oder kleineren Kisten verpackt und genau wie Stückgüter einzeln oder auf Paletten in die Laderäume von Lastwagen, Güterzügen oder Frachtschiffen geladen. 1956 schickte der amerikanische Transportunternehmer und Reeder Malcom McLean das gebrauchte Tankschiff Ideal XX, das er für die Beladung mit Containern hatte umbauen lassen, mit 58 baugleichen 33´Stahlbehältern auf Jungfernfahrt. Im Jahr darauf stach das erste reine Container-Schiff in See, welches erstmals Container unter Deck im Laderaum stapeln konnte. Es dauerte zwar noch bis 1966, bis der erste Containerfrachter in Europa festmachte, doch der Siegeszug des Containers hatte begonnen. Im Januar 1968 wurden die Standardcontainermaße in Zusammenarbeit mit der International Maritime Organization (IMO) normiert. Im Jahr 2000 überschritt der Containerisierungsgrad in den großen Welthäfen die 90-Prozent-Marke.

Vor der Einführung des Containers machten die durchschnittlichen Transportkosten einen erheblichen Anteil des Warenwertes aus. Dank der immer größer werdenden Containerschiffe ist der Transport in der Stahlkiste heute so günstig, dass es logistisch gesehen kaum mehr eine Rolle spielt, wo auf der Welt ein Produkt hergestellt wird. Neben dem Kostenvorteil bieten die stabilen Stahlboxen auch Schutz vor Diebstahl oder Beschädigung beispielsweise durch Sturm und Regen. Container machen den Transport von Waren sicherer und verlustärmer.